Inklusion

Schulprofil „Inklusion“

 

Unter unserem Leitspruch „Kinder dieser Welt lernen fürs Leben“ verstehen wir nicht nur das gemeinsame Leben und Lernen von Schülerinnen und Schülern aus 24 Nationalitäten, sondern auch von Kindern mit individuell unterschiedlichen Stärken und Schwächen.

 

Wir nehmen die Rechte der Kinder ernst und schließen alle Kinder in unsere Bildungs- und Betreuungsbemühungen ein. Dabei gehen wir von einer Gleichwertigkeit aller Menschen aus, „unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes, seiner Eltern oder seines Vormunds“ (Rechte des Kindes, Art. 2, 1989). Unterschiedlichkeit und Vielfalt sind für uns wesentliche Faktoren der Inklusion, wir verstehen beides als Tatsache, Grundlage und Chance der selbstverständlichen Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft.

 

Kinder mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf werden deshalb in allen Klassen unserer Schule gemeinsam mit anderen Kindern unterrichtet. Dabei erhalten sie im Rahmen des regulären Unterrichts Unterstützung durch eine Lehrkraft des Förderzentrums. Auch für die anderen Kinder der Klassen gibt es zusätzliche Lernangebote, die ihrem individuellen Leistungsniveau entsprechen.

 

Wie Werner Egk in der Musik, so wollen wir an unserer Schule in pädagogischer Hinsicht neue Wege gehen und im Sinne des Motivs unseres Schulgongs „Gutes im Kleinen hat großen Wert“ auch die kleinsten Lernfortschritte im kognitiven und sozialen Bereich fördern und würdigen.

Rechtliche Grundlagen

Auf der Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention wurden 2009 in der Bundesrepublik Deutschland und 2011 im Freistaat Bayern wesentliche gesetzliche Grundlagen geschaffen, um die soziale Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft insgesamt und in der Schule im Besonderen zu erleichtern.

 

Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz Art. 2, Abs. 2

  • „Inklusiver Unterricht ist Aufgabe aller Schulen“
  • Inklusion ist grundlegendes Prinzip

 

Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz Art. 30a, Abs. 5

  • Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist an jeder Schulart möglich
  • dabei müssen die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf nicht die Lernziele der jeweiligen Schulart erreichen
  • auch Schulbegleiter können die Lernbedingungen der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf verbessern

 

Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz Art. 30a, Abs. 5

  • gestärktes Wahlrecht der Erziehungsberechtigten hinsichtlich der Entscheidung, ob das Kind an einer allgemeinen Schule oder an einer Förderschule unterrichtet werden soll